Weihnachten kann kommen: In fünf Schritten zum leistungsfähigen Online-Shop

Es ist wohl der Albtraum eines jeden Online-Händlers: Scharen von ausgabewilligen Besuchern steuern in der Vorweihnachtszeit ihren Internet-Shop an – und der ist diesem Ansturm nicht gewachsen. Das erhöhte Benutzeraufkommen verlängert die Antwortzeiten, so dass viele Besucher ihre Bestellung entnervt abbrechen oder zum Wettbewerb abwandern. Im schlimmsten Fall fällt der Shop sogar komplett aus.

Üblicherweise werden zu geringe Bandbreiten, zu schwache Server oder sonstige überlastete Systemressourcen als Performance-Bremsen bei Lastspitzen vermutet. Allerdings lauern auch in Anwendungen selbst die Flaschenhälse: zu hohe konkurrierende Zugriffe zwingen nicht selten sonst reibungslos ablaufende Applikations-Routinen in die Knie.

Abhilfe können hier umfassende Last- und Performance-Tests schaffen, die sowohl die Systemressourcen als auch die Anwendungen selbst unter die Lupe nehmen. Hierfür gibt es spezielle Lösungen am Markt, die die nötigen Hardwareressourcen zur Lastensimulation zur Verfügung stellen, und die Durchführung der Tests weitestgehend automatisiert. Der IT-Dienstleister Metaways zeigt, wie ein Online-Shop sich damit in fünf Schritten fit für den Weihnachtsansturm machen lässt.

  1. Konkrete Anforderungen definieren: Zunächst sollte festgelegt werden, welchen maximalen Belastungen der Shop standhalten muss. Wie viele Benutzer soll er im Extremfall gleichzeitig bedienen können? Wie schnell sollen die wichtigsten Seiten dabei sein? So wird dann beispielsweise definiert, dass er 120 Requests, die in derselben Sekunde stattfinden, bearbeiten und dabei für die Produktansichten Antwortzeiten von weniger als zwei Sekunden gewährleisten muss.

  2. Hardwareressourcen und Anwendungen prüfen: Im zweiten Schritt sollten dann möglichst alle Funktionen des Shops unter der definierten Last geprüft werden. Dabei sollten die Tests so konzipiert sein, dass nicht nur Engpässe bei Systemressourcen wie CPU, RAM oder Netzwerk-Durchsatz offenbart werden. Auch funktionale Mängel des Shops sollten aufgedeckt werden, denn häufig enthalten die Anwendungen Fehler, die sich erst unter einer bestimmten Last bemerkbar machen, und die Gesamtperformance des Shops negativ beeinflussen.

  3. Testergebnisse auswerten: Am Ende der Tests sollten konkrete Zahlen zu den Antwortzeiten der unterschiedlichen Shop-Bereiche, etwa Suche, Produkte, Kategorien oder Checkout, sowie dem Verbrauch an Systemressourcen stehen. Auf Basis dieser Zahlen lassen sich dann die Ursachen von Performance-Schwierigkeiten punktgenau identifizieren.

  4. Gezielte Maßnahmen einleiten: Die so offenbarten Schwierigkeiten sollten Schritt für Schritt beseitigt werden. Je nach den Ergebnissen der Tests kann dies bedeuten, funktionale Fehler zu beheben, die System- und Anwendungskonfigurationen anzupassen, die Systemressourcen wie CPU oder RAM zu erweitern, für eine höhere Bandbreite zu sorgen oder eine bessere Caching-Architektur zu implementieren.

  5. Wirksamkeit überprüfen: Zu guter Letzt sollte der Last- und Performance-Test anhand der eingangs definierten Anforderungen so oft wiederholt werden, bis die Ergebnisse zufriedenstellend sind. So lässt sich die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen direkt überprüfen.

„Vielen Online-Shops beschert das Weihnachtsgeschäft die umsatzstärkste Zeit des Jahres – wenn sie in der Lage sind, ihre Inhalte auch in dieser heißen Phase stabil und performant auszuliefern. Online-Händler haben mit Last- und Performance-Tests ein mächtiges Werkzeug zur Qualitätssicherung an der Hand, um diese Fähigkeiten zu gewährleisten“, sagt Marc Heisterkamp, System Engineer bei Metaways in Hamburg. „Führen sie diese Tests in Eigenregie durch, kann das aber sehr aufwändig und kostenintensiv sein. Außerdem steht ihnen häufig nicht die Hardware zur Verfügung, um die notwendige Last zu erzeugen. IT-Dienstleister wie Metaways bieten deshalb spezielle Lösungen, die Last- und Performance-Tests weitestgehend automatisieren und die nötigen Ressourcen dazu flexibel bereitstellen können.“

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer.